Das Camp Nabu ist ein Wochenende im Spätsommer oder Herbst, auf das sich viele Kinder zwischen sechs bis 14 Jahren jedes Jahr freuen. Hier kommen Kinder aus ganz NRW zusammen, lernen sich kennen, verbringen Zeit miteinander und erleben ein paar Tage außerhalb ihres gewohnten Alltags. Viele von ihnen haben internationale Biografien oder eigene Fluchterfahrungen – umso wichtiger ist ein Ort, an dem sie sich wohl und verstanden fühlen.
Im Camp geht es vor allem darum, gemeinsam Zeit zu verbringen, sich mit anderen Kindern “die gleich sind” vernetzen zu können und kindergerecht über die assyrische Kultur und Sprache mehr lernen zu können. Es wird gespielt, gebastelt, getanzt, gelacht und auch mal Neues ausprobiert. Sie lernen dabei über ihre Kultur, Sprache und Herkunft.
Besonders schön ist, wie schnell aus einer Gruppe echte Gemeinschaft wird. Viele Kinder merken hier, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht allein sind. Sie tauschen sich aus, schließen Freundschaften und gewinnen oft an Selbstvertrauen. Ältere Kinder kümmern sich um jüngere, helfen ihnen und wachsen dabei selbst in neue Rollen hinein.
Damit alle teilnehmen können, wird viel Wert daraufgelegt, Hürden so gering wie möglich zu halten. Die Anreise wird gemeinsam organisiert und das Camp ist kostenfrei, sodass es unabhängig vom familiären Hintergrund zugänglich ist.
Hinter dem Camp steht ein engagiertes Team, das viel Herzblut in die Planung steckt. Viele der Betreuenden haben selbst ähnliche Erfahrungen gemacht und bringen diese in die Arbeit mit ein. So entsteht eine Atmosphäre, die offen, unterstützend und vertraut ist.
Am Ende nehmen die Kinder nicht nur schöne Erinnerungen mit nach Hause, sondern auch neue Freundschaften, mehr Selbstvertrauen und oft schon die Vorfreude auf das nächste Jahr.
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